Das jüngste Gerücht  (3)

Parteien wollen fairen Wahlkampf führen
Übereinkunft zwischen beiden großen Volksparteien

 

(Bonn) Wie aus unzuverlässiger Quelle zu erfahren ist, haben die beiden großen Parteien CDU und SPD in jeweiligen Klausurtagungen beschlossen, ab sofort einen fairen Wahlkampf zu führen. Die in jüngster Zeit wieder zunehmenden gegenseitigen Beschuldigungen und Verunglimpfungen sollen unbedingt vermieden und Verstöße parteiintern streng geahndet werden.

Die Parteisprecher begründen den Entschluß mit einer zunehmenden Ablehnung der Wähler gegenüber Diskriminierungen politischer Gegner. Aus Umfragen gehe hervor, daß in der Bevölkerung das Aufreißen von Gräben und das Aufbauen von Feindbildern als nicht mehr zeitgemäß empfunden und dementsprechend bei den Wahlen auch nicht mehr honoriert werde. Die von Bundestagsdebatten her bekannte Streitkultur solle ihre negative Vorbildfunktion nicht länger im Wahlkampf entfalten dürfen. Schließlich sei der Artikel 1 unseres Grundgesetzes "Die Würde des Menschen ist unantastbar" noch immer gültig und unser Land noch immer eine Kultur-Nation.
 

(Gratulationen zu dieser vernünftigen Entscheidung nehmen die jeweiligen Parteivorsitzenden entgegen.
- Rudolf Kuhr)

siehe auch 'Thema Wahlen'
 


 
Humanistische AKTION

8/1998

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Aktualisiert am 11.07.02