Thema Jugend - junge Menschen
 

auf dieser Seite:

Soziale Innovationen - Drei Anregungen zu gesellschaftlicher Erneuerung.

weitere Seiten auf dieser Homepage:

Wandlungs-Rituale - Übergang in neue Lebensabschnitte. Von Paul Rebillot.

Rituale zu wichtigen Anlässen im Leben - auch ohne religiöse oder kirchliche Inhalte.

Fest der jungen Erwachsenen - Ein Beispiel der Stadtverwaltung München.

Die Feier der Gottlosen - Geschichte und Zukunft der Jugendweihe. Von Jens Bisky.

Gehört die Jugendweihe entstaubt? Pro und Kontra von Günter Nooke (CDU) und Gunter Weißgerber (SPD).

Liebeskunst nach Ovid - Übersetzung in heutige Sprache von Konrad Beikirchner.

Jugend-Probleme - aus dem Tagebuch eines 14jährigen Jugendlichen. Irrungen und Wirrungen der Triebe und Liebe.

Das Geheimnis der Gefühle - Ist alles nur ein chemischer Vorgang im Gehirn oder doch nicht?

Gefühle im Humanistischen Lebenskunde-Unterricht. Gesamtschullehrer Bruno Osuch berichtet.

Böse Jugend? - Vom Sinn jugendlicher Gewalt. Eine Buchbesprechung.

Jugendgewalt - geschlechtsspezifische Betrachtung möglicher Ursachen.

Schule als Quelle von Gewalt - Abschiedsbrief eines 18jährigen Amokschülers.

Gewalt? Ohne mich! - Schüler als Schlichter bei Gewalt.

BundesForum Kinder- und Jugendreisen e.V. - Fachorganisation für den Bereich des Kinder- und Jugendreisens. In ihm zusammengeschlossen sind bundesweite Dachverbände, Träger und Vereine, die gemeinsame Qualitätskriterien für Kinder- und Jugendreisen ständig weiter entwickeln.

I J G D - Internationale Jugend-Gemeinschafts-Dienste - Work-Camps, Soz. u. Ökol. Jahr u.a.

 

Soziale Innovationen

Drei Anregungen

Jugendfeier

Die Jugendfeiern wären der richtige Anlaß, eine Art Wandlungs-Ritual einzuführen, mit dem eine offizielle Vereinbarung getroffen wird, daß Jugendliche ab 14 Jahren ihre Eltern (nach entsprechenden gemeinsamen Vorbereitungsgesprächen mit diesen) nicht mehr mit Mama, Mutti, Papa und Vati, und die Eltern ihre Kinder nicht mehr mit Verniedlichungsformen wie Kindchen, Lieschen oder Evi und Bübchen oder Sohni ansprechen, sondern sich gegenseitig beim Vornamen nennen,. Das Kind-Eltern-Verhältnis würde sich dadurch leichter in ein mehr partnerschaftliches umwandeln. Dies würde sowohl die Eigenverantwortlichkeit der Jugendlichen, als auch die Ablösung auf beiden Seiten fördern.

Diese Vereinbarung mag vielleicht vereinzelt in privatem Rahmen ohnehin schon praktiziert werden, es würde jedoch rituell bestätigt eine noch nachhaltigere Wirkung erzielt werden. Vereinzelt wird es auch Eltern geben, die gegen eine solche Wandlung sind, in den vorbereitenden Gesprächen mit Eltern und Jugendlichen wird aber selbst bei diesen und deren Kindern ein Denkprozeß angeregt, der seine entsprechenden Nachwirkungen hat.

Mir persönlich sind bisher keine Menschen bekannt, die ihre Eltern beim Vornamen nennen, auch bei meinen eigenen Kindern war dies nur eine vorübergehende kurze Phase. Ich halte es deshalb für ganz wichtig, diese - freiwillige - Vereinbarung als Vorschlag zur Jugendfeier auszuformulieren und anzubieten. Gern bin ich bereit, mich an der Ausarbeitung einer entsprechenden Formulierung zu beteiligen. > Wandlungs-Rituale und deren Bedeutung heute

Volljährigkeits-Feier

Als Ergänzung zur Jugendfeier, bei der ein Wechsel vom Kind zum Jugendlichen feierlich begangen wird, wäre eine weitere Feier sinnvoll, um mit 18 Jahren den Wechsel vom Jugendlichen zum Erwachsenen, die Volljährigkeit und rechtliche Mündigkeit, entsprechend im Bewußtsein zu verankern. Hier könnte z.B. eine mit 14 Jahren wahrgenommene Religionsmündigkeit in ihrer Entscheidung für eine bestimmte Weltanschauung bestätigt und ein Wechsel aus dem Kreis der Jugendlichen in den der Erwachsenen vollzogen werden. In den Vorbereitungsgesprächen wäre Gelegenheit, ausführlich über neu auf die jungen Erwachsenen zukommende juristische und ethische Rechte und Pflichten wie z.B. die freiwillige Wahlpflicht für mündige Menschen zu diskutieren.

Selbst wenn zur Zeit noch wenig Aussicht auf genügend Teilnehmer bestehen sollte, so wäre doch allein schon das Angebot einer Feier zur Volljährigkeit von einiger Bedeutung, sowohl für den veranstaltenden Verband als Initiator gesellschaftlicher Erneuerungen, als auch für die Gesellschaft selbst. Je mehr über ein solches Angebot gesprochen wird, umso eher wird es bekannt und interessant.  > Beispiel München

Heirat

Seit etwa 1990 erst gibt es in Deutschland die Möglichkeit, daß die Frau bei der Eheschließung ihren Familiennamen beibehalten kann. Diese noch wenig bekannte Regelung bietet die Möglichkeit, alte patriarchalische Strukturen abzubauen und die Identität der Frau zu stärken.

Nach den enormen technischen Innovationen in letzter Zeit braucht unsere Gesellschaft nun endlich vermehrt soziale Innovationen, um dem materiellen Wachstum auch ein solches an Menschlichkeit zur Seite zu stellen.

Rudolf Kuhr

 
Die Jugend ist das Ergebnis sowie die Zukunft der Gesellschaft.

 

weitere Texte zum Thema junge Menschen
 


 
Humanistische AKTION

8/1998,5

Kritik, Anregungen zu Form und Inhalt Dialog sowie unveränderter Nachdruck bei Quellenangabe
und Belegexemplar erwünscht. Kürzungen und Änderungen nach Absprache möglich.

 


 
nach oben   -  Service -   Menue   -   Texte-Verzeichnis   -   Stichwörter

www.humanistische-aktion.de/jugend.htm

Aktualisiert am 07.06.07