Der Mann der Zukunft

Mann o Mann - das werden Zeiten!

 
Wissenschaftler, Ärzte und Psychologen haben sich mit der Zukunft des Mannes beschäftigt - mit erstaunlichen Ergebnissen. Ob im Beruf, in der Familie, der Gesellschaft - das Leben des Mannes (und damit natürlich auch der Frau) wird sich grundlegend ändern. Die 11 interessantesten Thesen:

Männer zeigen mehr Gefühle. Der amerikanische Psychologe James Hollis ist sich sicher: Die Zeiten des Mannes, der keine Schwächen zeigen darf, sind endgültig vorbei. Der Mann der Zukunft muss nicht mehr die Rolle des Starken spielen, sondern darf zu sich stehen und Gefühle zeigen. Das schafft eine neue Offenheit und Nähe zwischen Mann und Frau.

Männer werden zu Wochenendvätern. Die Ehe hat keine Zukunft: Seit 1950 hat sich die Zahl der Eheschließungen um ein Drittel verringert. Dieser Trend geht weiter, so Experten. Und Familienanwalt Hermann Messmer (München) rechnet im nächsten Jahrtausend mit einer Scheidungsrate von 80%! Dadurch wachsen Kinder noch öfter bei nur einem Elternteil auf. Schon heute sind 13 % Alleinerziehende, im Jahr 2030 werden alleinerziehende Mütter sogar die Mehrheit stellen. Folge: Männer werden zu Wochenendvätern, die traditionelle Familie - Vater, Mutter, Kind - stirbt aus. In US-Schulen gibt es bereits das Fach "Family Affairs", damit Kinder lernen, dass es ein Leben nach der Scheidung gibt.

Immer mehr Männer werden von Frauen verlassen. 60 % der Scheidungen reicht schon heute SIE ein. Tendenz steigend.

Der Mann als Versorger ist ein Auslaufmodell. Die klassische Rollenaufteilung (sie Mutter, er Verdiener) ist überholt. Durch immer bessere Berufs-Chancen werden in 50 Jahren 30 % der Frauen arbeiten, während ER sich um den Haushalt kümmert.

Der Mann wird zum Lustobjekt, die sexuelle Freizügigkeit wächst. Evolutions-Biologe Dr. Robin Baker (England): Aids wird besiegt werden, ungewollte Schwangerschaften wird es nicht mehr geben (bessere Vorsorge). Dadurch wird Sex zum reinen Lustgewinn. Männer wie Frauen werden in ihrem Leben mit rund 40 Partnern intim sein (heute sind es 10 bis l5).

Der Mann wird zum Samenspender. Die wenigen Kinder, die in "reichen" Ländern noch gezeugt werden, sollen perfekt sein. "Im Jahr 2060 wird deshalb jedes 2. Kind ohne vorausgehenden Sex gezeugt werden", prophezeit Evolutionsbiologe Baker. Das optimale Erbgut dafür kommt von der Samenbank. In den USA kann man z.B. schon jetzt aus dem Erbgut von Nobelpreisträgern sein Wunschkind kreieren.

Männer bekommen Probleme mit der Potenz. Die Gefahr von Impotenz wächst. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universität Pisa (Italien). Eine der Ursachen: Immer mehr Frauen machen Karriere - und tragen ihre hohen Anforderungen mit nach Hause, haben höhere Erwartungen heim Sex. "Das setzt Männer unter Druck, ihr Hormonhaushalt gerät stark durcheinander", sagt Studienleiter Prof. Fabris.

Männer werden schöner: Kosmetik, Fitnessstudio und sogar Schönheits-Operationen - Männer tun mehr für ihr Aussehen, um anerkannt zu werden. In den USA schon heute Trend.

Männer werden älter. "Die Lebenserwartung wird rapide ansteigen", meint Prof. Siegfried Meryn (Österreich). Schon in einigen Jahren können Männer 120 Jahre alt werden - durch einen Hormoncocktail, der den Alterungsprozess hinauszögert. Und wer 60 ist, wird sich künftig wie 35 fühlen!

Männer werden gesünder. Spätestens 2005 wird es auch auf Männer spezialisierte Arzte gehen (ähnlich den Frauenärzten), d.h. bessere Vorsorge. Krebs und Herzinfarktrisiko werden durch Genanalyse bereits im Frühstadium erkannt und geheilt. Männer werden bewusster leben (weniger Alkohol und Zigaretten).

Männer im Job - der Druck wächst. Denn immer mehr Frauen machen Karriere. Schon heute gibt es an drei Universitäten in Deutschland mehr weibliche als männliche Studenten. Frauen werden immer öfter im Chefsessel sitzen. Aber viele Männer werden das gar nicht so schlecht finden: Für sie sind Freizeit, Freunde oder Kinder wichtiger als der Job.

TVneu 50/99

Der Mann zeigt keine Gefühle der Schwäche, er demonstriert Stärke. Männer erobern die Welt,
erforschen den Weltraum, doch seelisch bleiben sie auf der Strecke. Der Zugang zu ihrer inneren
Welt bleibt verschlossen. So bleibt der Mann trotz aller äußeren Fortschritte ein Mangelwesen.

(WDR-Signale 17.1.94: Väter und Söhne)

*

Für Männer gelten die Gesetze der Optik nicht: Wenn man
sie unter die Lupe nimmt, werden sie plötzlich ganz klein.

 
Grethe Weiser

 
lesen Sie hierzu auch den Text 'Das Mann-Frau-Problem'
 


 
Mit freundlichen Empfehlungen
 
Humanistische AKTION
 
2/2000
 


 
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Aktualisiert am 31.03.05