Stiftung
Verantwortliche Menschlichkeit

Entwurf und Einladung

Version 07.09.02
 

Die 'Stiftung Verantwortliche Menschlichkeit' sammelt, erarbeitet, aktualisiert, hält bereit und verbreitet geistige Grundlagen für eine nachhaltige, menschenwürdige und sinnerfüllende Lebensgestaltung. Ziel ist es, globale ethische Standards entstehen zu lassen, die universal und ganzheitlich sind und damit unter den Menschen nicht abgrenzend, sondern zusammenführend und identitätsstiftend wirken. Wesentliche Grundlage ist ein allgemeingültiges Menschenbild, das unabhängig von Kultur, Nationalität und Glauben alle gemeinsam vorhandenen natürlichen Gegebenheiten und ideellen Möglichkeiten würdigen Menschseins enthält. Es geht um das Bewußtmachen der geistigen Strukturen einer zukunftsfähigen Menschheit. Der Begriff 'Verantwortliche Menschlichkeit' kennzeichnet dabei den höchsten Wert menschlichen Verhaltens und ist sowohl Ziel als auch Weg.


Welches gesellschaftliche Problem soll angegangen werden?

Die 'Stiftung Verantwortliche Menschlichkeit' geht die eigentlichen, in den einzelnen Menschen selbst liegenden Ursachen fast aller gesellschaftlichen Probleme an. Diese sind vor allem in mangelnder ethischer Orientierung, in ungenügend gefestigter Identität und einem dem entsprechenden zu wenig verantwortlichen Verhalten der Menschen gegenüber sich selbst, den Mitmenschen und der Natur begründet. Es geht um ein Verbessern der Qualität des Menschlichen.


Wem nützt das Projekt konkret?

Die 'Stiftung Verantwortliche Menschlichkeit' nützt dem schwächsten Glied in der Kette gesellschaftlicher Systeme, dem einzelnen Menschen. Sie nützt konkret vor allem denjenigen Menschen, die durch frühere oder aktuelle äußere Einflüsse in der Entfaltung ihrer Persönlichkeit eingeschränkt und an einer ganzheitlichen Integration in ihre Mitwelt gehindert werden. Sie nützt damit letztlich nachhaltig der demokratischen Gesellschaft sowie der Umwelt.


Was soll mit dem Projekt erreicht werden?

Mit dem Projekt 'Stiftung Verantwortliche Menschlichkeit' soll eine innere Stabilisierung der Individuen als Grundlage nachhaltiger Stabilisierung von Gesellschaft und Umwelt erreicht werden. Ganzheitliche Menschenbildung als Voraussetzung nachhaltigen Friedens innerhalb des einzelnen Menschen, zwischen den verschiedenen Menschen sowie zwischen Mensch und Natur.


Gibt es ähnliche Projekte, Vorbilder?

Ähnlich grundlegende und umfassende, auf ganzheitliche Menschenbildung gerichtete Projekte, die sowohl sinnstiftend sind, als auch gleichzeitig kritisches Hinterfragen erlauben, sind bisher nicht bekannt.


Das soziale Umfeld, in dem das Projekt ansetzt.

Die 'Stiftung Verantwortliche Menschlichkeit' setzt - inhaltlich bedingt - in ganzheitlicher Weise bereits bei den Initiatoren und Projekt-Betreibern an und zielt vor allem auf Multiplikatoren aller gesellschaftlichen Ebenen und thematischen Bereiche, wie Eltern, Pädagogen, Journalisten, Redakteure, Schriftsteller, Künstler, Politiker und weitere Menschen die direkt und indirekt am gesellschaftlichen Gestaltungsprozeß beteiligt sind. Es ist offen zur Mitarbeit für Laien und Fachleute jeden Alters.


Welche Bedürfnisse werden angegangen und wie werden sie befriedigt?

Die 'Stiftung Verantwortliche Menschlichkeit' geht die allgemein bestehenden und bei jedem neuen Menschen erneut entstehenden Bedürfnisse nach geistig-emotionaler Rückbindung und Sinnvermittlung an, indem sie hier allgemeinverständliche, pragmatische, verstandesmäßig überprüfbare, ganzheitliche, zu Eigen- und Mitverantwortlichkeit sowie zur Zusammenarbeit führende Orientierung anbietet, die eine sinnerfüllende Lebensgestaltung ermöglicht.


Gibt es bereits Hilfsangebote, und was zeichnet das Projekt gegenüber diesen aus?

Es gibt bereits religiöse, philosophische, esoterische, soziale und psychologische Angebote. Die 'Stiftung Verantwortliche Menschlichkeit' zeichnet sich gegenüber den bisherigen Hilfsangeboten dadurch aus, daß sie von den realen, allgemein erkennbaren Gegebenheiten im Hier und Jetzt, und vor allem von den einzelnen Menschen ausgeht. Die 'Stiftung Verantwortliche Menschlichkeit' gibt in allgemeinverständlicher Form leicht einsehbare - separierenden Bindungen übergeordnete - ethische Orientierungen zu einer sinnerfüllenden Lebensgestaltung. Die 'Stiftung Verantwortliche Menschlichkeit' führt dadurch, daß sie in ganzheitlicher Weise an Ursachen und konkreten Zielen orientiert ist - und nicht an Symptomen und Mythen - zu Selbständigkeit, unabhängiger Identität, zu Eigen- und Mitverantwortung und vermeidet somit das Entstehen von entmündigenden Abhängigkeiten, Ausgrenzungen und Feindseligkeiten. Verantwortliche Menschlichkeit ist ein Wert, der bei konsequenter Anwendung zu einem Gleichgewicht zwischen Egoismus und Altruismus und zum rücksichtsvollen Umgang mit Mensch und Natur führt.


Beschreibung der Aufgaben des Projektes.

Die 'Stiftung Verantwortliche Menschlichkeit' soll das bereits vorhandene kollektive und individuelle Wissen zum Themenbereich in einem entsprechenden Archiv erfassen, in Eigenarbeit und durch Auftragsvergabe auswerten und konkretisieren und in verschiedenen Formen unterschiedlichsten gesellschaftlichen Gruppierungen zugänglich machen. Sie soll durch Internet, Presseinformationen, Druckschriften, Wanderausstellungen und Beratungsstellen über die Aufgaben, Ziele und Umsetzungsmöglichkeiten informieren, zu Seminaren, Lehrmaterialien, Wettbewerben und weiteren möglichen Arbeiten zum Thema anregen. Aktuell wichtige Probleme und Themen sollen von ganzheitlicher Perspektive her betrachtet und analysiert werden, um innovative Lösungs- und weiterführende Denkansätze deutlich werden zu lassen.


Bisherige Erfahrungen und Vorarbeiten zum Projekt.

Die Arbeit der 'Stiftung Verantwortliche Menschlichkeit' wird seit 1994 ansatzweise vom Urheber unter dem Namen 'Humanistische AKTION' (www.humanistische-aktion.de) betrieben und gelegentlich von einem Freundeskreis unterstützt. Alle anfallenden Aufgaben werden bisher ausschließlich unentgeltlich ausführt. Als sofort verfügbarer Eigenanteil für die Stiftung steht inzwischen ein Betrag von 10.000.- Euro zur Verfügung.

 

Anmerkung: Die Fragen wurden vorgegeben von dem Wettbewerb 'Startsocial: Hilfe braucht Helfer', einer Initiative der Wirtschaft zum Jahr der Freiwilligen 2001 unter der Schirmherrschaft des Bundeskanzlers; ProSiebenSat.1, Media AG, Post AG, Gerling, Daimler Crysler, McKinsey. Die Antworten wurden am 04.07.01 fertiggestellt, wobei anstelle des Begriffs 'Stiftung' das Wort 'Projekt' verwendet wurde.

Aus dem Ablehnungsschreiben der Jury: " ... Um den Rahmen von 'startsocial' nicht zu sprengen, wurden im Vorfeld folgende Teilnahmekriterien festgelegt:

  • Im Mittelpunkt der Idee oder des Projektes sollte freiwilliges bzw. ehrenamtliches Engagement stehen.

  • Es sollte sich um Ideen oder Projekte handeln, bei denen die Lösung sozialer Probleme eine wichtige Rolle spielt.

  • Die teilnehmenden Personen oder Teams sollten daran interessiert sein, die Umsetzung der Idee oder die
    Weiterentwicklung des Projektes aktiv mitzugestalten.

Nach Einschätzung der Juroren fällt das von Ihnen eingereichte Projekt in den Grenzbereich der zitierten Teilnahmebedingungen. ... "

Vielleicht finden sich ja doch noch irgendwann Menschen, die nachhaltig, das heißt ursächlich denken und handeln wollen. - 'Das Problem des Menschen in dieser Welt ist der Mensch - und seine Lösung.' Rudolf Kuhr

 

Wenn Sie die Stiftung durch Mitgestaltung, Mitarbeit oder sonstige Weise
ideell oder materiell unterstützen wollen, dann schreiben Sie bitte an:

Humanistische AKTION, Amperstr. 32, D-82296 Schöngeising

 
Gebrauchsanweisungen

Als mir auffiel
daß meine Eltern
mir zwar das Leben geschenkt hatten
dabei aber die Gebrauchsanweisungen
vergessen hatten
war ich echt sauer

ich geriet aber in Panik
als ich etwas später merkte
daß das Leben
das einzige Produkt ohne
Gebrauchsanweisungen ist!

Und seitdem drücke ich Knöpfe
drehe Knöpfe ziehe Knöpfe
und versuche
Leben zu spielen

soizic p. - 9.4.81

taz 26.06.81

 
 


Die Bedeutung der Sinnfrage an einem Beispiel aus dem realen Leben

Wie sehr auch junge Menschen der Hilfestellung bedürfen, wurde mir schmerzlich erlebbar, als ich während der frühen sechziger Jahre Abiturientenklassen auf die Reifeprüfung vorzubereiten hatte. Unter anderem sprach ich mit ihnen über philosophische Fragen, insbesondere über die Frage nach dem Sinn menschlichen Lebens, also des Sinns des gemeinschaftlichen Lebens der Menschheit in Wechselbeziehung mit der individuellen Lebensgestaltung. Ein sich durch große Diskutierfreude und kluge Fragestellungen auszeichnender Schüler stellte in diesen Zusammenhängen, gewissermaßen für sich resümierend, fest, und das kann ich auch heute noch beinahe wörtlich genau wiedergeben: "Wissen Sie, die Masse der Menschen lebt glücklich dumm dahin. Wer aber ein wenig tiefer eindringt in die Frage nach dem Sinn des Lebens, für den gibt es eigentlich nur eine Alternative: entweder ein Leben in Genusssucht, ein exzessives Leben also oder Selbstmord." Meine betroffen-spontane Gegenfrage, wozu er sich angesichts dieser Erkenntnis entschieden habe, beantwortete er mit dem Bemerken, er sei noch am Nachdenken. Einer seiner engsten Freunde sekundierte ihm. Wir debattierten weiter, insbesondere darüber. Wenige Wochen später hatte er sich in der elterlichen Wohnung mit Gas vergiftet. Sein Grabstein trägt neben den persönlichen Daten die Inschrift: "Wer denkt stirbt." Viele Einzelheiten sind mir inzwischen in Vergessenheit geraten, das Ereignis selbst hat mich jedoch tief bewegt, es berührt mich auch heute noch. Seither messe ich dieser Fragestellung nach dem Lebenssinn große Bedeutung zu und bemühe mich stetig um klärendes Bedenken und Sprechen.

Quelle: Wolfgang Kaul: 'Freies Denken als Inhalt weltlicher Bestattungskultur' in KRISTALL 3/01

 
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Aktualisiert am 29.05.07